Defekte Links: finden, beheben und Ketten vermeiden
Links brechen leise: Eine Seite wird umbenannt, eine Datei gelöscht, eine andere Website zieht um. Hier steht, welche Arten defekter Links es gibt, wie eine Prüfung arbeitet, wann du korrigierst, weiterleitest oder entfernst, und eine Routine, die die Zahl klein hält.
Warum defekte Links schaden
Wer einen defekten Link anklickt, landet auf einer Fehlerseite und geht oft wieder. Ein fehlendes Bild hinterlässt eine leere Fläche, ein fehlendes Stylesheet kann das Layout zerstören, und ein fehlendes PDF enttäuscht alle, die wegen des Downloads gekommen sind. Auch Suchmaschinen merken es. Google behandelt eine Seite, die mit einem 4xx-Statuscode antwortet, außer 429, als Inhalt, den es nicht gibt. Seiten, die im Index waren, werden entfernt, und Google crawlt sie mit der Zeit seltener. Jeder Link auf so eine Seite führt ins Leere.
Arten defekter Ziele
- 404 oder 410: Die Seite oder Datei gibt es nicht. Google behandelt beide Codes gleich.
- 5xx: Der Server hat einen Fehler. Google crawlt langsamer und behält indexierte Seiten eine Weile, entfernt sie aber, wenn der Fehler bleibt.
- Keine Antwort: Der Server ist nicht erreichbar, oder die Domain gibt es nicht mehr.
- Weiterleitungsschleife: Die Weiterleitungen führen zurück auf eine Adresse, die schon in der Kette war, die Seite lädt also nie.
- Soft 404: Die Seite sagt „nicht gefunden“ oder ist leer, der Server antwortet aber mit 200 (Erfolg). Die Search Console meldet solche Seiten als Soft-404-Fehler.
- 401 oder 403: Das Ziel verlangt eine Anmeldung oder sperrt automatische Prüfungen. Öffne es im Browser, bevor du es defekt nennst.
Weiterleitungsketten
Eine Kette heißt: Ein Link führt auf eine Adresse, die auf eine andere Adresse weiterleitet, die wieder weiterleitet. Ketten wachsen oft über die Jahre: Aus /shop wurde /store, später aus /store dann /produkte. Google schreibt, dass der Googlebot bis zu 10 Schritten folgen kann, rät aber, direkt auf das endgültige Ziel weiterzuleiten. Geht das nicht, rät Google zu kurzen Ketten, am besten nicht mehr als 3 und weniger als 5 Weiterleitungen. Jeder Schritt lässt Besucher warten, und laut Google unterstützen nicht alle Browser lange Ketten.
Um eine Kette zu kürzen, änderst du jede alte Weiterleitung so, dass sie direkt auf die endgültige Adresse zeigt, und stellst auch deine eigenen Links auf diese Adresse um. Dann muss kein Klick auf deiner Website mehr über eine Weiterleitung gehen.
Interne und externe Links
- Interne Links zeigen auf deine eigene Website. Du hast beide Enden in der Hand, also korrigierst du den Link selbst. Eine Weiterleitung ist nur die zweitbeste Lösung, für Links, die du nicht ändern kannst.
- Externe Links zeigen auf andere Websites. Brechen sie, suchst du die neue Adresse desselben Inhalts oder entfernst den Link. Manche Websites sperren automatische Prüfungen oder antworten langsam, die prüfst du von Hand.
- Bilder, Skripte, Stylesheets und PDFs zählen auch als Links. Sie brechen, wenn Dateien umbenannt oder gelöscht werden, oft beim Aufräumen oder beim Umzug in ein neues System.
Wie eine Linkprüfung arbeitet
Viele Linkprüfungen lesen das HTML so, wie der Server es ausliefert. Links, die erst JavaScript einfügt, und Dateien, die eine CSS-Datei nennt, können im Ergebnis fehlen. Bei einer großen Website liest eine Prüfung mit Grenzen vielleicht nur einen Teil der Seiten. Schau also auch darauf, was nicht geprüft wurde, nicht nur auf das, was gefunden wurde.
Korrigieren, weiterleiten oder entfernen?
- 1Ein Tippfehler oder eine alte Adresse in deinem eigenen Link: Korrigiere den Link.
- 2Die Seite ist an eine neue Adresse umgezogen: Stell deine Links auf die neue Adresse um und richte von der alten eine dauerhafte Weiterleitung (301 oder 308) ein, für Lesezeichen und Links auf anderen Websites.
- 3Der Inhalt wurde mit einer anderen Seite zum selben Thema zusammengelegt: Leite die alte Adresse auf diese Seite weiter.
- 4Der Inhalt ist weg, und es gibt keinen Ersatz: Entferne oder ändere die Links und lass die alte Adresse mit 404 oder 410 antworten. Google warnt: Viele alte Adressen auf eine einzige unpassende Seite wie die Startseite zu leiten, kann Nutzer verwirren und als Soft 404 gewertet werden.
- 5Ein externer Link ist tot: Verlinke die neue Adresse desselben Inhalts oder entferne den Link.
Eine Routine, die die Zahl klein hält
- Prüfe nach jeder größeren Änderung: neues Menü, gelöschte Seiten, ein neues System oder Aufräumen in der Mediathek.
- Prüfe regelmäßig, auf einer aktiven Website zum Beispiel einmal im Monat. Das ist unser Rat, keine feste Regel.
- Fang mit den Zielen an, auf die die meisten Seiten verlinken. Eine Korrektur dort beseitigt viele defekte Links auf einmal.
- Bevor du eine Seite löschst, such die Links, die auf sie zeigen, und entscheide, was sie ersetzt.
- Teste das Ergebnis: Öffne die korrigierten Links und prüfe, dass jede Weiterleitung in einem Schritt auf die endgültige Adresse führt.
Mit Do4U arbeiten
Das Werkzeug Defekte Links finden liest eine begrenzte Zahl von Seiten deiner Website, beginnend bei der Adresse, die du angibst. Es sammelt jeden Link, jedes Bild, Skript, Stylesheet und jede Datei auf diesen Seiten und prüft jedes Ziel einmal, mit höchstens einer Anfrage pro Sekunde, und es beachtet die robots.txt. Du bekommst die defekten Ziele, jeweils mit den Seiten und Linktexten, die darauf zeigen, und dem Grund, dazu Weiterleitungsketten und -schleifen und Seiten, die mit OK antworten, aber wie eine Fehlerseite aussehen. Zu jeder fehlenden Seite schlägt Do4U die ähnlichste lebende Seite vor und zeigt die Weiterleitungsregeln für .htaccess, nginx oder als CSV. Ziele mit dem Status 401 oder 403 stehen auf „Prüfen“. Links auf andere Websites werden nur geprüft, wenn du das auswählst. Es wird keine KI genutzt, und die Prüfung ist kostenlos, mit einer Grenze pro Tag.
Do4U findet Hinweise, du prüfst und entscheidest. Lies jede vorgeschlagene Weiterleitung, bevor du sie nutzt, und öffne die Links mit „Prüfen“ in deinem Browser.
Quellen
- Google Search Central: Wie HTTP-Statuscodes die Crawler von Google beeinflussen (Seite aktualisiert am 4. Februar 2026, englisch) (developers.google.com)
- Google Search Central: Eine Website umziehen (Seite aktualisiert am 20. August 2026, englisch) (developers.google.com)
- Google Search Central: Weiterleitungen und die Google-Suche (Seite aktualisiert am 14. April 2026, englisch) (developers.google.com)