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Ratgeber Stand: Oktober 2026 7 Min. Lesezeit

Defekte Links: finden, beheben und Ketten vermeiden

Links brechen leise: Eine Seite wird umbenannt, eine Datei gelöscht, eine andere Website zieht um. Hier steht, welche Arten defekter Links es gibt, wie eine Prüfung arbeitet, wann du korrigierst, weiterleitest oder entfernst, und eine Routine, die die Zahl klein hält.

Warum defekte Links schaden

Wer einen defekten Link anklickt, landet auf einer Fehlerseite und geht oft wieder. Ein fehlendes Bild hinterlässt eine leere Fläche, ein fehlendes Stylesheet kann das Layout zerstören, und ein fehlendes PDF enttäuscht alle, die wegen des Downloads gekommen sind. Auch Suchmaschinen merken es. Google behandelt eine Seite, die mit einem 4xx-Statuscode antwortet, außer 429, als Inhalt, den es nicht gibt. Seiten, die im Index waren, werden entfernt, und Google crawlt sie mit der Zeit seltener. Jeder Link auf so eine Seite führt ins Leere.

Seiten, durch Pfeile verbunden wie eine Weiterleitungskette. Der letzte Pfeil endet an einer gestrichelt umrandeten Seite mit Kreuz: Der Link ist defekt. Darunter führt ein grüner Pfeil direkt zu einer funktionierenden Seite.
Eine Weiterleitungskette, die an einer fehlenden Seite endet, und der direkte Link, der sie ersetzt.

Arten defekter Ziele

  • 404 oder 410: Die Seite oder Datei gibt es nicht. Google behandelt beide Codes gleich.
  • 5xx: Der Server hat einen Fehler. Google crawlt langsamer und behält indexierte Seiten eine Weile, entfernt sie aber, wenn der Fehler bleibt.
  • Keine Antwort: Der Server ist nicht erreichbar, oder die Domain gibt es nicht mehr.
  • Weiterleitungsschleife: Die Weiterleitungen führen zurück auf eine Adresse, die schon in der Kette war, die Seite lädt also nie.
  • Soft 404: Die Seite sagt „nicht gefunden“ oder ist leer, der Server antwortet aber mit 200 (Erfolg). Die Search Console meldet solche Seiten als Soft-404-Fehler.
  • 401 oder 403: Das Ziel verlangt eine Anmeldung oder sperrt automatische Prüfungen. Öffne es im Browser, bevor du es defekt nennst.
Warum ein Soft 404 ein Problem ist
Deine Besucher sehen einen Fehler, Browser und Crawler bekommen aber gesagt, alles sei in Ordnung. Lass eine fehlende Seite mit dem Status 404 oder 410 antworten. Deine Fehlerseite kann trotzdem hilfreich sein, etwa mit einem Suchfeld und Links zu deinen wichtigsten Bereichen. Das ist unser Rat, keine Regel von Google.

Weiterleitungsketten

Eine Kette heißt: Ein Link führt auf eine Adresse, die auf eine andere Adresse weiterleitet, die wieder weiterleitet. Ketten wachsen oft über die Jahre: Aus /shop wurde /store, später aus /store dann /produkte. Google schreibt, dass der Googlebot bis zu 10 Schritten folgen kann, rät aber, direkt auf das endgültige Ziel weiterzuleiten. Geht das nicht, rät Google zu kurzen Ketten, am besten nicht mehr als 3 und weniger als 5 Weiterleitungen. Jeder Schritt lässt Besucher warten, und laut Google unterstützen nicht alle Browser lange Ketten.

Um eine Kette zu kürzen, änderst du jede alte Weiterleitung so, dass sie direkt auf die endgültige Adresse zeigt, und stellst auch deine eigenen Links auf diese Adresse um. Dann muss kein Klick auf deiner Website mehr über eine Weiterleitung gehen.

Interne und externe Links

  • Interne Links zeigen auf deine eigene Website. Du hast beide Enden in der Hand, also korrigierst du den Link selbst. Eine Weiterleitung ist nur die zweitbeste Lösung, für Links, die du nicht ändern kannst.
  • Externe Links zeigen auf andere Websites. Brechen sie, suchst du die neue Adresse desselben Inhalts oder entfernst den Link. Manche Websites sperren automatische Prüfungen oder antworten langsam, die prüfst du von Hand.
  • Bilder, Skripte, Stylesheets und PDFs zählen auch als Links. Sie brechen, wenn Dateien umbenannt oder gelöscht werden, oft beim Aufräumen oder beim Umzug in ein neues System.

Wie eine Linkprüfung arbeitet

Wie eine Linkprüfung arbeitet
Startseite
Die Prüfung beginnt bei der Adresse, die du angibst.
Links sammeln
Links, Bilder, Skripte, Stylesheets und Dateien auf der Seite.
Interne Seiten folgen
Seiten derselben Website werden nacheinander gelesen, bis zu einer Grenze.
Jedes Ziel einmal prüfen
Statuscode, Weiterleitungen und die endgültige Adresse.
Nach Ziel gruppieren
Jedes defekte Ziel mit den Seiten, die darauf verlinken.
Entscheiden und beheben
Korrigieren, weiterleiten oder entfernen, dann erneut prüfen.

Viele Linkprüfungen lesen das HTML so, wie der Server es ausliefert. Links, die erst JavaScript einfügt, und Dateien, die eine CSS-Datei nennt, können im Ergebnis fehlen. Bei einer großen Website liest eine Prüfung mit Grenzen vielleicht nur einen Teil der Seiten. Schau also auch darauf, was nicht geprüft wurde, nicht nur auf das, was gefunden wurde.

Korrigieren, weiterleiten oder entfernen?

Korrigieren, weiterleiten oder entfernen?
Gibt es denselben Inhalt noch unter einer anderen Adresse?
Ja
Stell deine Links auf diese Adresse um. Richte für Links, die du nicht ändern kannst, eine dauerhafte Weiterleitung (301 oder 308) von der alten Adresse ein.
Nein
Entferne oder ändere die Links. Lass die alte Adresse mit 404 oder 410 antworten, nicht mit einer Weiterleitung auf die Startseite.
Für deine eigenen Seiten. Bei externen Links: die neue Adresse verlinken oder den Link entfernen.
  1. 1Ein Tippfehler oder eine alte Adresse in deinem eigenen Link: Korrigiere den Link.
  2. 2Die Seite ist an eine neue Adresse umgezogen: Stell deine Links auf die neue Adresse um und richte von der alten eine dauerhafte Weiterleitung (301 oder 308) ein, für Lesezeichen und Links auf anderen Websites.
  3. 3Der Inhalt wurde mit einer anderen Seite zum selben Thema zusammengelegt: Leite die alte Adresse auf diese Seite weiter.
  4. 4Der Inhalt ist weg, und es gibt keinen Ersatz: Entferne oder ändere die Links und lass die alte Adresse mit 404 oder 410 antworten. Google warnt: Viele alte Adressen auf eine einzige unpassende Seite wie die Startseite zu leiten, kann Nutzer verwirren und als Soft 404 gewertet werden.
  5. 5Ein externer Link ist tot: Verlinke die neue Adresse desselben Inhalts oder entferne den Link.

Eine Routine, die die Zahl klein hält

  • Prüfe nach jeder größeren Änderung: neues Menü, gelöschte Seiten, ein neues System oder Aufräumen in der Mediathek.
  • Prüfe regelmäßig, auf einer aktiven Website zum Beispiel einmal im Monat. Das ist unser Rat, keine feste Regel.
  • Fang mit den Zielen an, auf die die meisten Seiten verlinken. Eine Korrektur dort beseitigt viele defekte Links auf einmal.
  • Bevor du eine Seite löschst, such die Links, die auf sie zeigen, und entscheide, was sie ersetzt.
  • Teste das Ergebnis: Öffne die korrigierten Links und prüfe, dass jede Weiterleitung in einem Schritt auf die endgültige Adresse führt.

Mit Do4U arbeiten

Das Werkzeug Defekte Links finden liest eine begrenzte Zahl von Seiten deiner Website, beginnend bei der Adresse, die du angibst. Es sammelt jeden Link, jedes Bild, Skript, Stylesheet und jede Datei auf diesen Seiten und prüft jedes Ziel einmal, mit höchstens einer Anfrage pro Sekunde, und es beachtet die robots.txt. Du bekommst die defekten Ziele, jeweils mit den Seiten und Linktexten, die darauf zeigen, und dem Grund, dazu Weiterleitungsketten und -schleifen und Seiten, die mit OK antworten, aber wie eine Fehlerseite aussehen. Zu jeder fehlenden Seite schlägt Do4U die ähnlichste lebende Seite vor und zeigt die Weiterleitungsregeln für .htaccess, nginx oder als CSV. Ziele mit dem Status 401 oder 403 stehen auf „Prüfen“. Links auf andere Websites werden nur geprüft, wenn du das auswählst. Es wird keine KI genutzt, und die Prüfung ist kostenlos, mit einer Grenze pro Tag.

Do4U findet Hinweise, du prüfst und entscheidest. Lies jede vorgeschlagene Weiterleitung, bevor du sie nutzt, und öffne die Links mit „Prüfen“ in deinem Browser.

Quellen