hreflang-Fehler und wie du sie behebst
hreflang-Links wirken nur als vollständiger Satz. Hier stehen die Fehler, die einen solchen Satz am häufigsten zerstören, wie du sie findest und wie du sie behebst.
Warum kleine Fehler hreflang zerstören
hreflang-Links sagen Suchmaschinen, welche Seiten Fassungen desselben Inhalts in anderen Sprachen oder für andere Regionen sind. Jede Fassung muss die anderen bestätigen. Ein falscher Code, ein fehlender Rückverweis oder eine Weiterleitung kann reichen, damit ein Teil des Satzes ignoriert wird. Wie du Sprachfassungen und ihre Adressen überhaupt anlegst, steht in unserem Ratgeber Website übersetzen. Hier geht es um die Fehler, die danach übrig bleiben.
So prüfst du einen Satz
Beginne bei einer Seite, sammle ihre hreflang-Links und öffne dann jede Fassung, die sie nennt. Erst dann siehst du, ob die Fassungen zueinander passen.
Fehler 1: Rückverweise fehlen
Er steht als erster Punkt in der Liste typischer Fehler von Google. Nennt Seite A die Seite B als deutsche Fassung, muss Seite B auch Seite A nennen. Google schreibt, dass die Tags ignoriert werden, wenn zwei Seiten nicht beide aufeinander verweisen. Das passiert, wenn eine neue Sprache nur auf einem Teil der Seiten dazukommt oder jede Sprache in einem eigenen System liegt. Die Lösung: Bau den Block der hreflang-Links aus einer einzigen Liste aller Fassungen und setz denselben Block auf jede Seite des Satzes.
Fehler 2: falsche Sprach- oder Regionscodes
- en-UK statt en-GB. Der ISO-Code für das Vereinigte Königreich ist GB. Google schreibt, dass reservierte Codes wie UK, EU oder UN in hreflang keine Wirkung haben.
- Ein Ländercode allein, etwa us oder jp. Google nimmt keine Region ohne Sprache an. Der Sprachcode für Japanisch ist ja, eine Seite für Japan nutzt also ja oder ja-JP.
- Ein Land, das für eine Sprache gehalten wird. Das Beispiel von Google: be ist der Code für Belarussisch, nicht für Belgien. Eine französische Seite für Belgien nutzt fr-BE.
- Ein Unterstrich wie in en_GB. Laut W3C werden die Teile eines Sprach-Tags mit einem Bindestrich getrennt.
- Codes, die anderswo gültig sind, aber nicht für Google. es-419 steht für Spanisch in Lateinamerika und ist laut W3C ein gültiges Sprach-Tag, Google schreibt aber, dass es ihn nicht unterstützt.
- en-UK
- jp (ein Land, keine Sprache)
- be für Belgien (be ist Belarussisch)
- en_GB (Unterstrich)
- es-419 (von Google nicht unterstützt)
- en-GB
- ja oder ja-JP
- fr-BE oder nl-BE
- en-GB (Bindestrich)
- es oder ein Code je Land wie es-MX
Fehler 3: Die Seite nennt sich nicht selbst
Google schreibt, dass jede Sprachfassung sich selbst und alle anderen Fassungen nennen muss. Einer Seite, die nur die anderen Sprachen aufführt, fehlt der eigene Eintrag. Eine mögliche Ursache: Dieselbe Schleife baut auch den Sprachumschalter, und der blendet die aktive Sprache oft aus. Halte beides getrennt: Der Umschalter darf die aktuelle Sprache ausblenden, der hreflang-Block nicht.
Fehler 4: x-default fehlt oder ist uneinheitlich
x-default ist ein reservierter Wert. Google nutzt ihn, wenn keine andere Sprache oder Region zu den Browsereinstellungen des Besuchers passt, und empfiehlt ihn als Rückfall, etwa für eine Seite zur Sprachwahl. Du musst ihn nicht nutzen. Wenn du es tust, dann einmal je Satz, auf jeder Seite gleich und mit einem Ziel, das für Besucher von überall passt, etwa eine Sprachwahl oder deine Hauptfassung. Typische Fehler: ein x-default, das von Seite zu Seite anders ist, zwei x-default-Einträge in einem Satz oder ein Ziel, das Besucher nach Standort weiterleitet.
Fehler 5: Das canonical zeigt auf eine andere Sprache
Das Canonical-Tag sagt, welche Adresse unter Duplikaten einer Seite die Hauptfassung ist. Google rät, eine kanonische Seite in derselben Sprache anzugeben, oder die bestmögliche Ersatzsprache, wenn es in dieser Sprache keine kanonische Seite gibt. Nennt die deutsche Seite die englische als canonical, widersprechen sich die Signale: hreflang sagt, die deutsche Seite ist eine eigene Fassung, das canonical sagt, sie ist eine Kopie der englischen. Die Lösung: Jede Sprachfassung nennt sich selbst als canonical, und die Fassungen sind über hreflang verbunden.
Fehler 6: Links auf Weiterleitungen, noindex-Seiten oder Fehler
- Weiterleitungen. Ein hreflang-Link auf eine Adresse, die weiterleitet, nennt eine Adresse, die nicht die Seite selbst ist. Google wertet eine Weiterleitung als starkes Signal, dass ihr Ziel die kanonische Adresse sein soll. Nenn die endgültige Adresse. Schlimmer ist eine Weiterleitung auf eine andere Sprachfassung: Dann führen zwei Codes auf dieselbe Seite.
- noindex. Eine Seite mit noindex bleibt aus der Google-Suche heraus, ein hreflang-Link darauf zeigt also ins Leere. Entferne entweder das noindex oder nimm die Seite auf jeder Seite aus dem Satz.
- Fehler. Eine Fassung, die mit 404 oder einem Serverfehler antwortet, kann den Satz nicht bestätigen. Stell sie wieder her oder nimm sie auf jeder Seite aus dem Block.
Kleinere Fehler, die man leicht übersieht
- Fast gleiche Adressen. http und https, mit und ohne www, mit und ohne Schrägstrich am Ende sind verschiedene Adressen. Der Rückverweis muss genau die Adresse der Seite nennen.
- Relative Adressen wie /de/preise/. Google verlangt vollständige Adressen samt https://.
- Mehrere Wege, die sich widersprechen. Für Google sind Link-Elemente im HTML, der HTTP-Header und die Sitemap gleichwertig, und mehr als ein Weg bringt in der Suche keinen Vorteil. Nutz einen einzigen Weg.
In der richtigen Reihenfolge beheben
- 1Mach eine Liste aller Fassungen einer Seite: Code und genaue endgültige Adresse.
- 2Prüf jede Adresse: Status 200, keine Weiterleitung, kein noindex, canonical auf sich selbst.
- 3Bau den hreflang-Block aus dieser Liste, mit Selbstverweis und, wenn du willst, einem einzigen x-default.
- 4Setz denselben Block auf jede Seite des Satzes, über einen einzigen Weg.
- 5Prüf den Satz nach jedem Relaunch und jeder neuen Sprache noch einmal. Fang mit den meistbesuchten Seiten an (unser Rat, keine Regel von Google).
hreflang mit Do4U prüfen
Die hreflang-Prüfung macht diese Schritte für eine Seite und alle ihre Fassungen. Du gibst eine Adresse ein. Do4U liest die Seite, sammelt ihre hreflang-Links und liest dann jede genannte Fassung. Der Code prüft Rück- und Selbstverweise, Sprach- und Regionscodes, x-default und Doppelte und ob jede Fassung ohne Weiterleitung erreichbar ist, kein noindex hat, das richtige canonical nennt und ein passendes html lang hat. Du bekommst eine Liste der Seiten mit Fehlern und Warnungen, zu jedem Fund eine kurze Erklärung und eine Matrix der Rückverweise. Das läuft ohne KI und ist kostenlos, mit einem Tageslimit je Konto.
Die Prüfung liest nur die Link-Elemente im HTML. hreflang im HTTP-Header und in Sitemaps liest sie nicht, und JavaScript führt sie nicht aus. Do4U findet Hinweise, du prüfst und entscheidest. Richtige hreflang-Links versprechen keine besseren Platzierungen.
Quellen
- Google Search Central: Google über lokalisierte Versionen deiner Seite informieren (Seite aktualisiert am 21. September 2026, englisch) (developers.google.com)
- Google Search Central: Eine kanonische URL angeben (Seite aktualisiert am 10. Juli 2026, englisch) (developers.google.com)
- W3C Internationalisierung: Ein Sprach-Tag wählen (englisch) (www.w3.org)