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Ratgeber Stand: Oktober 2026 5 Min. Lesezeit

Website-Relaunch: Weiterleitungen, die Besucher halten

Ändern sich die Adressen deiner Seiten, führen alte Links und Suchergebnisse ins Leere, wenn du sie nicht weiterleitest. Hier steht, wie du die Weiterleitungen für einen Relaunch planst und was du danach prüfst.

Warum ein Relaunch Besucher kosten kann

Ein neues Design bringt oft neue Adressen: Aus /ueber-uns.html wird /ueber-uns, eine Kategorie bekommt einen neuen Namen, der Blog zieht nach /news. Die alten Adressen verschwinden nicht. Sie stehen in Suchergebnissen, in Lesezeichen, in Newslettern und auf anderen Websites, die auf dich verlinken. Zeigt so eine Adresse nach dem Relaunch eine Fehlerseite, ist der Besucher weg, und Suchmaschinen müssen deine neuen Seiten selbst finden.

Was ein Weiterleitungsplan ist

Ein Weiterleitungsplan ist eine Tabelle mit zwei Spalten: links jede alte Adresse, rechts die neue Adresse, die sie ersetzt. Google nennt das die Zuordnung der alten URLs zu den neuen und beschreibt sie als wichtigen Schritt beim Umzug einer Website. Aus dem Plan baust du die Weiterleitungsregeln für deinen Server. Fragt ein Browser oder ein Crawler nach einer alten Adresse, antwortet der Server mit der neuen.

301 und die anderen Weiterleitungen

  • 301 und 308 sind dauerhafte Weiterleitungen auf dem Server. Google behandelt das Ziel als Hauptadresse und zeigt es im Suchergebnis. Für einen Relaunch ist das die richtige Art.
  • 302, 303 und 307 sind vorübergehend. Google folgt ihnen, zeigt aber weiter die alte Adresse. Nimm sie nur, wenn eine Seite kurz weg ist, zum Beispiel während einer Wartung.
  • Ein Meta-Refresh in der Seite ist eine Möglichkeit, wenn dein Server nicht weiterleiten kann. Ohne Verzögerung wertet Google ihn als dauerhaft, mit Verzögerung als vorübergehend.
  • Eine Weiterleitung per JavaScript ist der letzte Ausweg. Google sieht sie nur, wenn die Seite gerendert wird, und das kann scheitern.

So ordnest du alte und neue URLs zu

  1. 1Sammle alle alten Adressen: aus der Sitemap, aus den Server-Logs oder deiner Webanalyse und aus dem Linkbericht in der Search Console. Diese Quellen nennt Google.
  2. 2Denk an Dateien, nicht nur an Seiten: Bilder, PDFs und andere Downloads, die du selbst bereitstellst. Sie können eigene Besucher aus der Suche und eigene Links haben.
  3. 3Gib jeder alten Adresse die neue Seite mit demselben Inhalt. Werden mehrere alte Seiten zu einer neuen, leite alle auf diese Seite.
  4. 4Markiere Seiten, die ersatzlos wegfallen. Sie sollen mit 404 oder 410 antworten, nicht mit einer Weiterleitung auf irgendeine andere Seite.
  5. 5Lies den Plan Zeile für Zeile, zuerst die Seiten mit den meisten Besuchern oder Links. Das ist unser Rat, keine Regel von Google: Fehler kosten dort am meisten.

Typische Fehler

  • Ketten: Eine alte Adresse führt auf eine andere alte Adresse und erst dann auf die neue Seite. Der Googlebot folgt bis zu 10 Schritten, Google rät aber, direkt auf die endgültige Adresse weiterzuleiten. Jeder zusätzliche Schritt lässt Besucher warten.
  • Alles auf die Startseite. Google warnt davor, viele alte Adressen auf eine einzige unpassende Seite wie die neue Startseite zu leiten. Besucher finden nicht, was sie gesucht haben, und Google kann das als Soft 404 werten.
  • Vergessene Bilder und PDFs. Stehen nur die Seiten im Plan, brechen Bildlinks und Downloads.
  • Vorübergehende Weiterleitungen für einen dauerhaften Umzug. Eine 302 sagt Google, dass die alte Adresse zurückkommt.
  • Interne Links, die noch auf alte Adressen zeigen. Dann geht jeder Klick über eine Weiterleitung. Google empfiehlt, interne Links auf die neuen Adressen umzustellen.
Was ein Soft 404 ist
Eine Seite, die dem Besucher sagt, sie sei leer oder nicht gefunden, dem Browser aber mit dem Status 200 (Erfolg) antwortet. Die Search Console meldet solche Seiten als Soft 404. Eine Weiterleitung auf eine Seite, die mit dem alten Inhalt nichts zu tun hat, kann genauso gezählt werden.

Was du nach dem Start prüfst

  • Teste die Weiterleitungen: einzelne Adressen mit dem URL-Prüftool der Search Console, viele auf einmal mit einem Skript oder einem Crawler. Jede alte Adresse soll in einem Schritt auf die richtige neue Seite führen, mit 301 oder 308.
  • Prüfe die Canonical-Tags. Jede neue Seite soll sich selbst als kanonisch nennen, nicht eine alte Adresse.
  • Reiche die neue Sitemap in der Search Console ein.
  • Ziehst du auf eine neue Domain um, nutze das Tool zur Adressänderung in der Search Console. Es ist für den Umzug auf eine andere Domain oder Subdomain gedacht, nicht für neue Pfade auf derselben Domain.
  • Beobachte Search Console und Webanalyse ein paar Wochen lang: Die Besuche auf den alten Adressen sollen sinken, die auf den neuen steigen. Google schreibt, dass Platzierungen während eines Umzugs eine Zeit lang schwanken können.
  • Lass die Weiterleitungen so lange wie möglich bestehen, laut Google in der Regel mindestens ein Jahr.

Weiterleitungen mit Do4U planen

Das Werkzeug Weiterleitungsplan ordnet die Adressen deiner alten Website denen deiner neuen zu. Du fügst zwei Listen ein, eine Adresse pro Zeile, und bekommst einen Plan: zu jeder alten Seite die neue Seite, den Grund für die Zuordnung und eine Sicherheitsstufe. Der Code ignoriert Unterschiede wie www, Groß- und Kleinschreibung, Dateiendungen und Tracking-Parameter. Nur Seiten, die unklar bleiben, gehen an die KI, und sie kann nur aus deiner Liste der neuen Adressen wählen. Der Code prüft auf Ketten und Schleifen. Du exportierst die Regeln als .htaccess, nginx oder CSV; unsichere Zuordnungen bleiben als Kommentar in der Datei.

Do4U baut den Entwurf, du prüfst und entscheidest. Teste die Weiterleitungen auf der fertigen Website. Kein Plan kann versprechen, wie Suchmaschinen deine neuen Seiten einordnen.

Quellen