Newsletter-Checkliste: was du vor dem Versand prüfst
Ist ein Newsletter verschickt, holst du ihn nicht mehr zurück. Diese Checkliste geht die Teile einer Mail durch, bei denen am häufigsten etwas schiefgeht, vom Betreff bis zum Abmeldelink.
Warum vor dem Versand prüfen
Ein Fehler im Newsletter erreicht alle Leser auf einmal: ein kaputter Link, eine leere Vorschau, ein Bild ohne Text, ein fehlender Abmeldelink. Eine feste Checkliste dauert ein paar Minuten und fängt die meisten Probleme ab, bevor sie im Postfach landen.
Die Teile einer Mail
Eine Mail ist mehr als das, was du im Editor siehst. Das Postfach zeigt zuerst Absender, Betreff und einen Vorschautext. Dann kommen Inhalt, Links und Fußzeile. Im Hintergrund stehen oft eine Textfassung und Kopfzeilen für Mail-Apps.
Betreff und Preheader
- Stell die wichtigen Wörter nach vorn. Wo ein Betreff abgeschnitten wird, hängt von Mail-App, Gerät und Schrift ab. Am Handy sind es oft etwa 40 Zeichen, am Desktop mehr. Nimm das als Richtwert, nicht als Regel.
- Schreib einen eigenen Vorschautext, den Preheader. Fehlt er, zeigt das Postfach den ersten Text der Mail, oft eine Zeile wie „Im Browser ansehen“.
- Lass den Preheader etwas zum Betreff ergänzen, statt ihn zu wiederholen.
- Vermeide Wörter in Großbuchstaben und Reihen von Ausrufezeichen. Leser empfinden sie als aufdringlich, und manche Spamfilter gewichten sie.
Absender
- Nimm einen Absendernamen und eine Adresse, die Leser wiedererkennen, bei jeder Ausgabe dieselben.
- Sorg dafür, dass Antworten ankommen. Eine Antwortadresse, die niemand liest, verliert Fragen und Beschwerden.
- Setz deine Absenderangaben in die Fußzeile, etwa Firmenname und Postanschrift. Welche Angaben Pflicht sind, hängt von deinem Land und der Art der Mail ab, prüf also, was für dich gilt.
Abmeldelink
Jeder Newsletter braucht einen sichtbaren, funktionierenden Weg zur Abmeldung. Setz den Link in die Fußzeile, mit einem klaren Text wie „Von diesem Newsletter abmelden“, und teste ihn vor jedem Versand.
- Der Link führt direkt zur Abmeldung, ohne Anmeldung im Kundenkonto.
- Ein Klick oder eine Bestätigung reicht. Frag nicht noch einmal nach der Mailadresse, wenn der Link sie schon kennt.
- Versteck den Link nicht in winziger oder blasser Schrift. Wer ihn nicht findet, drückt oft stattdessen auf „Spam“.
Bilder und Alt-Texte
- Gib jedem Bild, das eine Information trägt, einen Alt-Text, der sagt, was es zeigt oder bedeutet.
- Bei einem verlinkten Bild oder einem Knopf aus einem Bild nennt der Alt-Text das Ziel oder die Aktion, etwa „Zur Herbstkollektion“, nicht „Banner“.
- Kennzeichne reine Schmuckbilder mit einem leeren alt-Attribut (alt=""), damit Screenreader sie überspringen.
- Pack die Kernaussage nicht nur in ein Bild. WCAG verlangt echten Text statt Bildern von Text, wo die Technik es erlaubt. Logos sind eine Ausnahme.
Mehr zum Schreiben von Alt-Texten steht in unserem Ratgeber zu Alt-Texten.
Text, Bilder und Größe
Manche Mail-Apps laden Bilder erst, wenn der Leser es erlaubt. Eine Mail, die vor allem aus Bildern besteht, zeigt dann leere Kästen, und die Vorschau hat keinen Text. Halte das Wichtigste als Text und nutze Bilder zur Unterstützung. Halte auch das HTML schlank: Manche Mail-Apps kürzen sehr lange Nachrichten, und mit ihnen die Fußzeile mit dem Abmeldelink.
Linktexte
- Sag, wohin der Link führt: „Öffnungszeiten ansehen“ statt „Hier klicken“. Der Zweck eines Links soll aus seinem Text erkennbar sein oder aus dem Text zusammen mit dem Satz drumherum (WCAG 2.4.4).
- Nutze für jeden Link https.
- Zeigt ein Link eine Adresse als Text, soll er genau dorthin führen.
- Prüf die Tracking-Parameter: Es sollen die sein, die du vorgesehen hast.
Der Textteil
Viele Versanddienste fügen eine reine Textfassung der Mail hinzu. Manche Mail-Apps und Leser zeigen nur diesen Teil. Lies ihn einmal: Er soll die ganze Nachricht enthalten, lesbare Links und den Abmeldelink, nicht nur den Hinweis, dass die Mail nicht angezeigt werden kann.
Was du zuerst behebst
Nicht jeder Punkt ist gleich wichtig oder gleich schnell erledigt. Die Matrix zeigt unsere Einschätzung, keine Messung.
Die kurze Checkliste
- 1Betreff: wichtige Wörter vorn, keine Großbuchstaben zur Betonung.
- 2Preheader: eigener Text, ergänzt den Betreff.
- 3Absender: erkennbarer Name, funktionierende Antwortadresse, Absenderangaben in der Fußzeile.
- 4Abmeldung: sichtbar, ohne Anmeldung, getestet.
- 5Bilder: Alt-Text für Inhalte, leeres alt für Schmuck, Kernaussage als Text.
- 6Links: klare Texte, https, das vorgesehene Tracking.
- 7Textteil: vollständig und lesbar.
- 8Testversand: an dich selbst, am Handy und am Desktop, im hellen und im dunklen Modus.
Mit Do4U arbeiten
Das Werkzeug Newsletter prüfen liest deinen Newsletter vor dem Versand. Du fügst das HTML ein oder wählst eine gespeicherte .html- oder .eml-Datei. Der Code zählt die Länge von Betreff und Preheader und zeigt Richtwerte für Handy und Desktop. Er markiert Großbuchstaben, viele Ausrufezeichen und Wörter, die manche Spamfilter gewichten, sucht den Abmeldelink und Angaben zum Absender, findet Bilder ohne Alt-Text, vergleicht Text und Bilder und misst die Größe des HTML. Jeder Link steht in einer Liste mit Linktext, Tracking-Parametern und Problemen wie http oder „hier klicken“. Bei einer .eml-Datei prüft er auch den Textteil und die Kopfzeile List-Unsubscribe. Danach schlägt die KI Betreffzeilen mit Preheader vor, und der Code verwirft Vorschläge, die zu lang sind oder eine Zahl enthalten, die nicht in deiner Mail steht.
Do4U öffnet deine Links nie und verschickt nichts. Es findet Hinweise, du prüfst und entscheidest. Wie deine Mail verschickt wird, etwa SPF, DKIM oder DMARC, prüft es nicht, und es beurteilt nicht, welche rechtlichen Regeln für dich gelten.
Quellen
- W3C: Understanding WCAG 2.2, 1.1.1 Non-text Content (aktualisiert am 6. September 2026, englisch) (www.w3.org)
- W3C: Understanding WCAG 2.2, 1.4.5 Images of Text (aktualisiert am 28. Juni 2026, englisch) (www.w3.org)
- W3C: Understanding WCAG 2.2, 2.4.4 Link Purpose (In Context) (aktualisiert am 18. Mai 2026, englisch) (www.w3.org)
- W3C WAI, Tutorial Bilder: Funktionale Bilder (aktualisiert am 12. April 2017, englisch) (www.w3.org)
- W3C WAI: Writing for Web Accessibility, Tipps für den Einstieg (aktualisiert am 16. Juli 2024, englisch) (www.w3.org)